Schottisches Austernkraut • Meerfenchel • Zitronen-Kümmelthymian • Gewürztagetes • Anis • Agastache • Zimtbasilikum • Afrikanischer Buschbasilikum • Karibischer Koriander • Schnittknoblauch • Kriechender Oregano • Spanischer Salbei • Wildes Bergbohnenkraut • Kaskadenthymian • Drachenkopf • Schildampfer • Wasabe • Olivenkraut • Orangenthymian • Amerikanische Bergminze

Ein paar der kulinarischen Kräuter-Highlights von über 200 Sorten Kräuter im Eigenanbau von Bernd Simon.

Köche kontrollieren oft die Anlieferungskisten der Gemüsehändler und, wenn im Januar der Thymian und der Salbei nicht schön sind, wundert man sich. Durch den eigens auferlegten Leistungsdruck in der Spitzengastronomie verlieren wir Köche manchmal den Blick zur Realität der Natur. Wir vergessen Wachstumsperioden und oft auch saisonale Jahreszeiten, gerade in Bezug auf Kräuter und Gemüse.

Bernd Simon, Gartenbauingenieur und für mich der beste Kräuterexperte Deutschlands – ebenfalls aus Wartenberg – ist mittlerweile einer meiner besten Freunde geworden. Unser erstes Treffen war im Winter 2001. Seit dieser Zeit hat sich meine kochtechnische Einstellung in Bezug auf Natur und Pflanzen durch Bernd bis heute total verändert.

Seit 1997 hat er sich auf den Anbau von Küchenkräutern spezialisiert. Angepflanzt werden die Kräuter im eigenen Betrieb bei Enkenbach-Alsenborn. In drei großen Gewächshäusern aus Plastikfolie hat es der Kräuter-Liebhaber auf über 200 Sorten gebracht, die er aussät und als Stecklinge verpflanzt. Alleine von Basilikum, bietet er 20 verschiedene Arten an. Wichtig für die Kunden: "Alle Kräuterprodukte sind nicht gespritzt, wenn überhaupt, dann nur mit biologischen Mitteln behandelt", versichert der Gärtner.

Als Küchenchef bei meinem Bruder Martin in der Wartenberger Mühle verbrachte ich mit Bernd sehr viel Zeit im Kräutergarten. Ich lernte wie sich die Pflanzen im Wechsel der Jahreszeiten vom Geruch und vom Inhalt der ätherischen Öle veränderten. Warum Kräuter feucht und trocken stehen sollen. Wieso es groß- und kleinblättrige Kräuter gibt. Zu welchen Tageszeiten man erntet, wie sich mit zunehmender Kälte die Blattstruktur verändert und auf einmal andere Verarbeitungsweise anbietet usw. usw.

Uns so entstand der neue Küchenstil "Cuisina herba barona", die adelige Kräuterküche. Das Hauptaugenmerk liegt nicht beim teuren Grundprodukt, wie zum Beispiel Rehrücken oder wild geangelter Steinbutt aus der Bretagne, sondern im harmonischen Zusammenspiel mit der jeweiligen Kräuterkreation. Jedes Gericht bekommt eine krautdominierende Überschrift.

Momentan sind wir ab und zu als Dozententeam im In- und Ausland unterwegs und versprühen unsere kräuterige Küchen- und Lebensphilosophie.

Für Seminare, gemeinsame Kochkurse o.ä. sind wir immer wieder zu begeistern.
Fragen Sie nach einem Angebot.

 

 

 

 

 

   Fotos: Uli Sapountsis und privat

Impressum